Preise

Dolmetschen ist eine sehr anstrengende Aufgabe, die über Stunden oder über Tage höchste Konzentration sowie minutiöse Vorbereitung erfordert. Daher kann kein Dolmetscher fünf Tage die Woche arbeiten. Dolmetscher haben oft mehrere Fächer studiert, außerdem an einer Dolmetscherschule oder einem entsprechenden Studiengang den Beruf erlernt.

Unsere Honorare lassen sich mit dem vergleichen, was andere hochqualifizierte Spezialisten veranschlagen. Trotzdem nennen wir hier ungern Preise für Ar­beits­stun­den, Dolmetschtage oder Berater­tage­werke, denn jedes Projekt ist anders. Wir möchten Ihnen gerne ein auf Ihr Projekt zugeschnittenes Angebot unterbreiten, sprechen Sie uns an!

Mindestabnahmezeit sind vier Stunden; ein normaler Konferenztag dauert sechs Stunden. Bei mehreren Tagen oder wenn ein Rahmenvertrag besteht, wird der Einzeltag nochmal günstiger.

Viele Dolmetscher bieten in der Regel keine halben Tage an oder nur dann, wenn das Arbeitsthema zur eigenen Spezialisierung gehört. Denn alles steht und fällt mit der Vorbereitung, und die braucht Zeit. Diese wird übrigens nicht gesondert in Rechnung gestellt.

Übrigens, wenn uns kleine kulturelle Firmen/Einrichtungen oder Privatleute bu­chen, z.B. fürs Standesamt, gewähren wir gerne Preisnachlässe, die den wirt­schaftlichen Möglichkeiten unserer Kunden angepasst sind. 

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Die Kosten für Übersetzungen spiegeln den Aufwand. Jeder Text, jedes Drehbuch ist anders, fragen Sie uns bitte nach unserer Einschätzung. 
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Hintergrund der großen Preisspanne beim Dolmetschen: Die fordernde Arbeit und die lange Ausbildung führen dazu, dass unser durchschnittlicher Tages­satz bei um die 730 Euro liegt. Meine Honorare liegen zwischen 550 und 1200 Euro am Tag. Jungen Firmen, Vereinen oder Institutionen, die mit wenig Geld wirtschaften müssen, gewähre ich, am liebsten außerhalb der Kongresssaison, Son­der­kon­di­tio­nen, wenn mich das Projekt überzeugt.

Ein Beispiel dazu aus der Praxis: Meine Dolmetscheinsätze für den Gewinner der Goldenen Palme aus dem Jahre 2008, Laurent Cantet. Ein langer PR-Tag außerhalb Berlins an seiner Seite vor dem Filmstart von "Die Klasse" (Entre les murs) kommt für alle Beteiligten zusammengerechnet auf 1200 Euro zzgl. Reisekosten und Hotel. Als ich 1999 oder 2000 für den Film
Resssources humaines dolmetschte, der Film des Regisseurs, der als erster in Deutschland he­raus­kam, er war als Fernsehfilm für Arte pro­du­ziert worden, stellte ich einem jungen Verleih für einen Abendeinsatz gerade mal 300 DM in Rechnung. (Es waren die "Neue Visionen Filmverleih", 1997 von Wulf Sörgel und Torsten Frehse gegründet.)

Wird unsere Arbeit aufgezeichnet, fällt aus urheberrechtlichen Gründen eine Ex­tra­ver­gütung an. Alle Preise unserer Angebote verstehen sich plus gesetzlicher Mehrwertsteuer und Spesen (sofern sie anfallen).


P.S.: Natürlich habe ich auch völlig mittellose Kunden, für die ich gegen eine Spen­de in die Kaffeekasse oder ohne Bezahlung tätig werde.
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Foto: Die Autorin in Aktion